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Was ich gerne fotografiere, wenn die Kamera "Freizeit" hat

Hallöchen ihr Lieben, ich bin Kathi!

Wenn ich nicht gerade für ein Shooting gebucht bin oder Kundenprojekte umsetze, werde ich oft gefragt: „Kathi, legst du die Kamera am Wochenende eigentlich auch mal weg?“ Die ehrliche Antwort? Fast nie! Aber genau das liebe ich so daran. Fotografie ist für mich kein reiner Job, sondern eine Leidenschaft, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.

Heute möchte ich euch einfach mal mitnehmen und erzählen, was ich am liebsten vor die Linse hole, wenn ich frei Hand habe – und wo meine Reise eigentlich angefangen hat.

Wie alles begann: Analoge Klassenfahrten & mein erster Kompakt-Knipser

Meine Faszination fürs Fotografieren war schon als Kind da. Ich weiß noch, wie ich auf Klassenfahrten mit einer kleinen analogen Kamera unterwegs war (fragt mich bloß nicht mehr nach dem genauen Modell!). Damals hab ich schon am liebsten Tiere geknipst – besonders die Pferde am Reitstall. Wenn ich mir die alten Abzüge von damals heute ansehe, muss ich immer schmunzeln: Dem einen oder anderen Pferdchen fehlt da schon mal ein Ohr auf dem Bild! 😉

Richtig los ging die Reise für mich dann 2015. Nach ein paar ersten Versuchen mit dem Smartphone übernahm ich irgendwann die Canon PowerShot SX170 IS, die ich eigentlich mal meinem Papa geschenkt hatte. Ab da gab es kein Halten mehr – die digitale Fotografie hatte mich komplett gepackt. Eine Faszination, die bis heute anhält und über die Jahre immer weiter gewachsen ist.

Warum mein Herz für die Tier- und Naturfotografie schlägt

Wenn ihr mich fragen würdet, was mein absolutes Herzensgenre ist, dann ist es ganz klar die Tierfotografie. Warum? Weil Tiere unplanbar sind. Man kann sie nicht briefen, man kann sie nicht in Posen zwängen.

Schon im Kindergarten war ich am liebsten draußen auf dem Boden unterwegs, um die kleine Krabbelwelt zu erkunden. Ich kann spielenden Hunden oder Katzen stundenlang einfach nur zusehen. Oder einer Ameisenstraße dabei zuschauen, wie sie in akribischer Teamarbeit Futter abtransportiert (es ist der Wahnsinn, wie schnell so ein Röschen Brokkoli aus dem Salat zerlegt ist!).

Das Tierverhalten zu beobachten, erfordert oft enorm viel Geduld, aber man lernt so viel dabei. Manchmal sind es ganz winzige Gesten: wie ein Muttertier sein Junges ruft und füttert, oder ein kurzer, unbewachter Blick. Genau diese echten, unverfälschten Momente einzufangen – ob bei wilden Tieren oder vertrauten Wegbegleitern – gibt mir unglaublich viel.

Ganz eng damit verbunden ist die Naturfotografie. Ich liebe es, wie sich die Welt im Laufe der Jahreszeiten verändert. Im April und Mai, wenn die Natur langsam erwacht und die ersten Blumen durchbrechen, oder im Herbst, wenn das Laub sich bunt färbt. Dabei geht es mir gar nicht nur um das perfekte Postkartenmotiv. Es geht mir um den Blick für die kleinen Dinge, die man im Alltag oft übersieht: der Morgentau im Gras oder die Nebelschwaden, die früh morgens über das Wasser ziehen. Wenn man dafür extra früh aufsteht und am See steht, ist das einfach ein magischer Anblick!

Reise- & Streetfotografie: Geschichten erzählen und Momente fühlen

Zu der Reise Fotografie kam ich erst, als mir mehr oder weniger Bewusst wurde was für mich Fotografie bedeutet. Früher habe ich im Urlaub natürlich auch geknipst, aber heute schaue ich viel bewusster hin. Für mich vereint die Reisefotografie alles, was spannend ist: Architektur, Landschaften, Straßenleben, Kultur und Porträts.

Ein gutes Reisefoto zeigt für mich nicht nur, wie ein Ort aussieht, sondern wie es sich angefühlt hat, dort zu sein. Es lässt einen die Hitze eines Marktes riechen, das Meeresrauschen hören oder die Stille der Berge spüren.

Dieses Jahr waren wir zum Beispiel in der Karibik und haben mit dem Schiff verschiedene Inseln besucht. Jede Insel hatte ihre eigene Geschichte, die sich in den alten Kolonialbauten widerspiegelte. Und auch die Begegnungen waren so vielfältig: Viele Menschen waren unglaublich herzlich, haben mit uns gequatscht und wollten uns stolz ihr Land zeigen; andere waren erst einmal zurückhaltend oder skeptisch.

Daraus entsteht bei mir auch die Lust an der Streetfotografie. In Deutschland schätze ich das Thema Datenschutz sehr, weil nicht jeder ungefragt im Netz landen möchte. Aber im Urlaub, wo die Menschen oft sehr offen sind (wenn man ihnen mit Ehrlichkeit und Respekt begegnet), liebe ich diese ungestellten, flüchtigen Szenen des Alltags. Menschen erwecken ein Bild erst richtig zum Leben.

Fotowalks & Experimente: Was ich mache, wenn ich frei habe

Wenn das Wochenende da ist und kein Shooting ansteht, packe ich super gerne meine Tasche für Fototouren. Entweder ziehe ich mit einer Freundin los oder bin mit meinem Fotoclub unterwegs (ObjektivArt’96).

Bei gutem Wetter zieht es mich in meiner Heimat Bochum am liebsten zum Ümminger See oder in den Botanischen Garten. Wenn wir mit dem Club unterwegs sind, besuchen wir auch oft spannende Industrie-Locations wie alte Zechen oder machen Fotowalks zu bestimmten Themen – zum Beispiel zum Thema „Linienführung“. Es ist jedes Mal faszinierend zu sehen, wie zehn verschiedene Fotografen an derselben Stelle stehen, aber am Ende zehn völlig unterschiedliche Perspektiven und Bilder herauskommen!

Besonders schätze ich unsere Sparten und Arbeitsgruppen im Club:

  • Die Studiogruppe: Ein Studiotag bei uns ist einfach herzlich. Irgendwer bringt immer was Leckeres mit – Kekse, Bonbons oder Kuchen – und dann wird experimentiert! Wir lassen Gummibärchen oder Obst ins Wasser plätschern und frieren die Tropfen mit dem Blitz ein, oder wir arbeiten mit Wunderkerzen.
  • Die Lightpainting-Gruppe: Hier malen wir mit Licht und Langzeitbelichtungen. Das ist eine tolle Mischung aus technischer Präzision und kreativer Spielerei.
  • Die AV-Gruppe: Ganz neu habe ich mich der Videografie- und AV-Gruppe angeschlossen. Hier geht es darum, mit Bildern und Film eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Ich war erst einmal dabei, aber es ist mega spannend!

Fazit

Ob es das flüchtige Zucken eines Tierohrs ist, der Nebel über dem See oder das bunte Treiben in einer karibischen Gasse: Für mich ist die Fotografie der Schlüssel dazu, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und die Schönheit im Detail nicht zu verpassen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, was mich abseits der gewohnten Shootings antreibt! Habt ihr auch ein Lieblingsgenre oder ein Motiv, das ihr immer wieder fotografieren könnt? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Bis bald und liebe Grüße,

Eure Kathi

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